Erpressungs- und Nötigungsszenarien sind eine Form des Rollenspiels, bei der eine Person so tut, als hätte sie kompromittierendes Material oder Macht über eine andere, und diese damit zu bestimmten Handlungen 'zwingt'. Das Schlüsselwort ist 'so tun als ob': Alles findet innerhalb eines klar vereinbarten, fiktiven Rahmens statt. Der Reiz liegt häufig im Machgefälle, im Kontrollverlust oder im Tabubruch innerhalb eines sicheren Settings. Für die unterwürfige Seite kann das Ausgeliefertsein und die vorgetäuschte Ausweglosigkeit intensiv erregend sein. Für die dominante Seite bietet die Rolle Möglichkeiten, Autorität und Kontrolle auszuspielen. Dieses Kink gehört zum Bereich Edgeplay, weil es psychologisch besonders intensive Reaktionen auslösen kann. Es ist wichtig zu verstehen, dass echte Erpressung oder echter Zwang illegal und inakzeptabel sind. Was hier beschrieben wird, ist ausschließlich konsensuelles, gemeinsam geskriptetes Rollenspiel zwischen Erwachsenen.
Da dieses Szenario stark psychologisch wirkt, ist eine sehr gründliche Vorbesprechung unbedingt erforderlich. Beide Personen sollten den genauen Ablauf, die Grenzen und ein Safeword vereinbaren, bevor das Spiel beginnt. Wichtig: Das Rollenspiel endet sofort, wenn das Safeword fällt, ohne Diskussion. Aftercare ist bei diesem Kink besonders bedeutsam, da intensive Gefühle wie Scham oder Ausgeliefertsein nachwirken können. Neuen Partnern gegenüber sollte dieses Szenario erst nach aufgebautem Vertrauen eingeführt werden.
Geprüft von Reviewed by the Jar of Kinks editorial team