Vanilla und Intimität, Oral und Anbetung

Blasen

Ein Blowjob, auch Oralsex oder Fellatio genannt, ist die Stimulation des Penis einer Partnerin oder eines Partners mit Mund, Lippen und Zunge. Es gehört zu den am häufigsten praktizierten sexuellen Handlungen über Orientierungen und Beziehungsformen hinweg und wird weithin als Teil des sexuellen Mainstream-Repertoires betrachtet, nicht als Grenzkink. Es kann als Vorspiel, als eigenständige Handlung oder als Teil einer umfassenderen sexuellen Begegnung ausgeführt werden. Die gebende Person nutzt unterschiedliche Kombinationen aus Saugen, Zungenbewegung, Lippendruck und Handeinsatz, um Empfindungen bei der empfangenden Person zu erzeugen. Die empfangende Person kommt dabei zum Orgasmus oder auch nicht, und ob die gebende Person schluckt, ausspuckt oder das Ejakulat umleitet, ist reine Geschmackssache und wird vorher abgesprochen. Blowjobs finden sich im Jar-of-Kinks-Katalog, weil das Interessenniveau, die Begeisterung und konkrete Vorlieben dazu stark zwischen Personen variieren. Manche empfinden Geben oder Empfangen als zutiefst lustvoll oder intim; andere sind neutral eingestellt oder bevorzugen es, darauf zu verzichten. Die Katalogisierung hilft Partnern, Kompatibilität rund um diese verbreitete, aber nicht universelle Handlung zu erkennen.

Wie es sich anfühlt

In der Praxis umfasst ein Blowjob eine große Bandbreite an Techniken und ist selten ein einziges, festes Erlebnis. Die gebende Person steuert meist Tiefe, Tempo, Sauglust und Zungenplatzierung und kann Handstimulation am Schaft oder anderswo einbauen. Viele gebende Personen finden einen Rhythmus, der Mund- und Handbewegung kombiniert. Die Tiefe variiert je nach Komfort; Deep-Throating (den Penis bis zum hinteren Rachenbereich aufnehmen) ist eine Variante, aber bei Weitem keine Standarderwartung.

Für die empfangende Person ist die Empfindung konzentriert, aber auch geprägt von der Dynamik der Begegnung: Augenkontakt, Positionierung und die Aufmerksamkeit der gebenden Person beeinflussen das Erlebnis. Für die gebende Person kann sich der Akt intim, kraftvoll oder verspielt anfühlen, je nach Rahmen und gemeinsamer Energie.

Übliche Varianten sind: sich rein auf die Eichel zu konzentrieren, leichte Zungenarbeit am Frenulum einzubauen, aromatisierte Gleitmittel zu verwenden oder Oral mit Damm- oder Hodenstimulation zu kombinieren. Manche Partner binden es gern in eine Machtdynamik ein, bei der eine Person passiver oder anleitender ist. Andere halten es schlicht gegenseitig und entspannt. Was Menschen dazu zieht, unterscheidet sich: Manche schätzen die Intimität, manche genießen die gebende Rolle an sich, und manche konzentrieren sich vor allem auf die körperliche Lust des Empfangens.

Sicherheit & Einvernehmen

Zustimmung ist die Grundlage: Sowohl Geben als auch Empfangen sollten wirklich gewollt sein, nicht vorausgesetzt oder erzwungen. Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhoe, Herpes, Syphilis und HPV können durch Oralsex übertragen werden, daher senken Barrieremethoden wie Kondome das Risiko. Die gebende Person bestimmt das Tempo und hat jederzeit das Recht aufzuhören. Druck auf den Kopf oder Stoßen ohne ausdrückliche Absprache gehört zu einer eigenen Dynamik (siehe: Face-Fucking) und braucht eine eigene Verhandlung. Besprecht Vorlieben zur Ejakulation, einschließlich Ort und Schlucken, vor der Begegnung statt im Moment selbst.

Häufige Missverständnisse

Sicher einsteigen

  1. Redet zuerst: Besprecht, was jeder von euch mag, nicht mag und vermeiden möchte, einschließlich Vorlieben zu Tiefe, Tempo und dem, was beim Ejakulieren passiert.
  2. Verwendet ein Kondom, besonders bei einer neuen oder nicht getesteten Partnerin oder einem nicht getesteten Partner, um das Risiko einer Geschlechtskrankheitsübertragung zu senken.
  3. Beginnt in einem angenehmen Tempo und steuert die Tiefe mit der Hand, damit ihr nie mehr aufnehmt, als sich angenehm anfühlt.
  4. Achtet auf Feedback: Verbale Signale und körperliche Reaktionen eurer Partnerin oder eures Partners sind der beste Wegweiser dafür, was funktioniert.
  5. Vereinbart ein einfaches Signal oder Wort, das jede Person nutzen kann, um zu pausieren oder aufzuhören, ohne dass es unangenehm wird.

Häufig gestellte Fragen

Ist es normal, Blowjobs geben nicht zu genießen?

Ja, völlig. Die Freude am Geben von Oralsex variiert stark zwischen Personen und hat nichts damit zu tun, wie sehr jemand seine Partnerin oder seinen Partner mag. Vorlieben sind individuell, und niemand sollte sich verpflichtet fühlen, eine Handlung auszuführen, bei der er oder sie sich nicht wirklich wohlfühlt.

Bedeutet Kiefer- oder Halsschmerz, dass ich es falsch mache?

Nicht zwangsläufig. Muskelermüdung im Kiefer ist verbreitet, besonders bei längeren Sessions, und liegt einfach an den beteiligten Muskeln. Pausen, angepasste Technik oder mehr Handstimulation können die Belastung verringern. Es deutet nicht auf schlechte Technik hin.

Wie werde ich besser darin, einen Blowjob zu geben?

Kommunikation ist das wirksamste Werkzeug: Deine Partnerin oder deinen Partner zu fragen, was sich am besten anfühlt, liefert Echtzeit-Informationen, die kein Ratgeber ersetzen kann. Tempo, Saugintensität und Zungenplatzierung zu variieren und auf körperliches Feedback zu achten hilft dir zu lernen, was bei genau dieser Person funktioniert.

Ist es sicher, Ejakulat zu schlucken?

Ejakulat einer getesteten, geschlechtskrankheitsfreien Partnerin oder eines getesteten Partners zu schlucken birgt nur ein minimales Risiko. Ist der Status unbekannt, besteht ein kleines, aber reales Übertragungsrisiko für bestimmte Infektionen. Es ist eine persönliche Entscheidung ohne gesundheitliche Verpflichtung in die eine oder andere Richtung.

Kann man sich beim Blowjob mit einer Geschlechtskrankheit anstecken?

Ja. Infektionen wie Gonorrhoe, Herpes, Syphilis, Chlamydien und HPV können durch oral-genitalen Kontakt übertragen werden. Ein Kondom senkt dieses Risiko deutlich. Regelmäßige Tests auf Geschlechtskrankheiten bei beiden Partnern sind der verlässlichste Weg, informiert zu bleiben.

Hat die gebende oder die empfangende Person mehr Kontrolle beim Blowjob?

In den meisten Begegnungen hält die gebende Person den Großteil der körperlichen Kontrolle, da sie Tempo, Tiefe und Technik bestimmt. Das kann sich aber je nach Absprache verschieben, und manche verhandeln gezielt Dynamiken, in denen die empfangende Person eine aktivere oder anleitendere Rolle übernimmt.

Wie du es ansprichst

  1. Anregung 1"Ich habe darüber nachgedacht, was wir beide bei Oralsex wirklich genießen, und würde gern besprechen, was sich für uns beide gut anfühlt."
  2. Anregung 2"Möchtest du erkunden, mehr Oralsex zu geben oder zu empfangen? Mich interessiert, was dir gefällt."
  3. Anregung 3"Ich habe mich gefragt, welche Vorlieben du beim Blowjob hast, einschließlich dessen, was dir gefällt und was weniger, damit wir auf einer Wellenlänge sind."

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Geprüft von Reviewed by the Jar of Kinks editorial team