Korsetts sind eng anliegende Kleidungsstücke, die Taille, Bauch und manchmal Brust oder Hüften formen und stützen. Als Kink bezeichnet Korsett-Fetischismus die erotische Anziehung auf das Tragen, Anlegen oder Anblicken von Korsetts, entweder an sich selbst oder an anderen Personen. Diese Faszination kann verschiedene Aspekte umfassen: die visuelle Wirkung der veränderten Körpersilhouette, das Gefühl von Enge und Halt beim Tragen, das Ritual des Schnürens, oder die Verbindung zu historischen und ästhetischen Kontexten wie viktorianischer Mode oder BDSM-Kultur. Manche Menschen erleben das Tragen eines Korsetts als entspannend oder als eine Form von körperlichem Bewusstsein, ähnlich wie bei Compression-Kleidung. Andere schätzen die Machtdynamik, die beim gegenseitigen Anlegen und Schnüren entsteht. Korsetts kommen in vielen Varianten vor, von dekorativen Überkorsets aus Stoff bis hin zu strukturierten Stahlknochen-Korsetts, die eine echte Taillenreduktion bewirken. Der Kink kann rein ästhetisch, sensorisch oder auch in einen dominanten bzw. submissiven Kontext eingebettet sein.
Korsetts sollten nie so fest geschnürt werden, dass das Atmen eingeschränkt wird oder Schmerzen entstehen, besonders beim Einstieg. Wer kein Training hat, sollte langsam beginnen und die Tragezeit schrittweise steigern. Auf Taubheitsgefühle, Schwindel oder Rippenschmerzen sollte sofort reagiert werden. Das Anlegen durch eine andere Person erfordert klare Absprachen über gewünschte Enge und ein Safeword. Korsetts sollten nicht im Schlaf oder unbeaufsichtigt getragen werden. Auf Materialunverträglichkeiten achten.
Geprüft von Reviewed by the Jar of Kinks editorial team