Aufblasbare Anzüge sind spezielle Ganzkörperkostüme aus Latex, PVC oder ähnlichen luftdichten Materialien, die durch eine Luftpumpe oder ein Ventil mit Luft befüllt werden können. Durch das Aufblasen vergrößert sich der Anzug und gibt dem Träger eine rundliche, aufgequollene Form. Das Interesse an diesem Kink kombiniert häufig Elemente aus dem Inflation-Fetisch (die Faszination für Körpervergrößerung und -veränderung), dem Latex- und Gummi-Fetisch sowie Aspekten von Bondage, da Bewegungsfreiheit im aufgeblasenen Zustand stark eingeschränkt ist. Manche Personen empfinden den Druck des Anzugs auf den Körper als angenehm oder beruhigend, ähnlich wie bei Kompressionskleidung. Andere reizen die visuelle Transformation, das Geräusch des Materials oder die Kontrolldynamik, die entsteht, wenn eine Person im Anzug auf Hilfe angewiesen ist. Aufblasbare Anzüge können solo oder mit Partnern genutzt werden und spielen in Rollenspielen sowie in der BDSM-Community eine Rolle.
Aufblasbare Anzüge schränken Bewegung und manchmal auch die Atmung ein, daher ist eine ständige Begleitung durch eine Vertrauensperson empfehlenswert. Vorab sollte ein klares Safer-Word oder ein Signal vereinbart werden, das auch ohne Sprache funktioniert (zum Beispiel ein akustisches Klopfsignal). Der Anzug sollte regelmäßig auf Risse oder defekte Ventile geprüft werden. Überhitzung ist ein reales Risiko, besonders bei längerem Tragen. Klare Absprachen über Dauer, Druckniveau und Grenzen sind vor jeder Session notwendig.
Geprüft von Reviewed by the Jar of Kinks editorial team