Old-Fashioned Attire bezeichnet den Kink, bei dem das Tragen oder Betrachten von Kleidung aus vergangenen Epochen einen erotischen oder spielerischen Reiz auslöst. Im Kontext von Age Play geht es dabei häufig darum, durch historische oder altmodische Kleidungsstücke bestimmte Altersrollen oder gesellschaftliche Dynamiken aus früheren Zeiten darzustellen. Das kann Kinderkleidung im Stil vergangener Jahrzehnte umfassen, etwa Schürzenkleidchen, kurze Hosen mit Hosenträgern oder Matrosen-Outfits, aber auch strenge Schuluniformen oder andere Kleidungsstile, die mit einer bestimmten Ära und einer damit verbundenen Rollenverteilung assoziiert werden. Der Reiz liegt oft in der Kombination aus Nostalgie, Ästhetik und der symbolischen Bedeutung, die solche Kleidung für Machtgefälle oder Fürsorgedynamiken trägt. Der Kink kann rein ästhetisch sein, also auf das Ankleiden beschränkt, oder in umfassendere Rollenspielszenarien eingebettet werden. Wichtig ist, dass es sich bei allen Beteiligten um Erwachsene handelt, die bewusst in bestimmte Rollen schlüpfen.
Alle Beteiligten müssen volljährig sein und ausdrücklich zustimmen. Vor dem Rollenspiel sollten Grenzen, Triggerpunkte und ein Safeword klar vereinbart werden. Da dieser Kink emotionale Kindheitserinnerungen berühren kann, ist es sinnvoll, sich gegenseitig nach der Szene zu fragen, wie es einem dabei gegangen ist. Ein offenes Nachgespräch, auch Aftercare genannt, hilft dabei, eventuelle unerwartete Gefühle zu verarbeiten. Kleidung sollte körperlich angenehm sein und keine Bewegungsfreiheit unnötig einschränken.
Geprüft von Reviewed by the Jar of Kinks editorial team