Cheating als Rollenspiel bezeichnet ein einvernehmliches Fantasie-Szenario, in dem eine oder mehrere Personen so tun, als würden sie eine Beziehung hinter dem Rücken eines fiktiven Partners betrügen. Der Reiz liegt dabei nicht im tatsächlichen Verrat, sondern im Spiel mit dem Verbotenen, dem Nervenkitzel des Geheimnisses und dem Gefühl, etwas Regelwidriges zu tun. Typische Szenarien umfassen Treffen in Hotels unter falschen Namen, heimliche Textnachrichten, die vor dem Spielpartner versteckt werden, oder die Darstellung einer Affäre mit einer fremden Person. Dieses Rollenspiel kann innerhalb einer monogamen oder nicht-monogamen Beziehung stattfinden. Wichtig ist der Unterschied zwischen dem gespielten Szenario und der Realität: Alle Beteiligten wissen, dass es sich um eine Fantasie handelt. Das Szenario spricht häufig psychologische Reize an, wie Adrenalin, das Gefühl von Begehrtwerden oder die bewusste Regelüberschreitung in einem sicheren Rahmen.
Klare Absprachen vor dem Spiel sind essenziell, da das Szenario emotionale Reaktionen wie Eifersucht oder Unsicherheit auslösen kann, selbst wenn beide Parteien zugestimmt haben. Es empfiehlt sich, einen Safeword festzulegen und nach dem Rollenspiel bewusst Zeit für Nachgespräche einzuplanen, um emotionalen Nachwirkungen entgegenzuwirken. Beide Personen sollten klar definieren, welche Elemente des Szenarios erwünscht sind und wo die Grenzen liegen, besonders wenn Dritte einbezogen werden.
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