Reverse Cowgirl ist eine Sexualposition, bei der die penetrierte Person rittlings auf der anderen Person sitzt, jedoch mit dem Gesicht in Richtung der Füße der unten liegenden Person. Die oben sitzende Person übernimmt damit die aktive, kontrollierende Rolle und bestimmt Tempo, Tiefe und Bewegungsrhythmus. Die Position ermöglicht der unten liegenden Person eine freie Sicht auf den Rücken und das Gesäß der anderen Person, was viele als visuell reizvoll empfinden. Für die oben sitzende Person bietet die Haltung ein hohes Maß an Autonomie und Kontrolle über die eigene Stimulation. Reverse Cowgirl funktioniert bei vaginaler als auch bei analer Penetration und kann mit einem Penis, einem Dildo oder einem Strap-on praktiziert werden. Die Position erfordert ein gewisses Maß an körperlicher Stabilität und Flexibilität, besonders für die oben sitzende Person. Sie gilt als eine der populäreren Variationen der Reiterposition und wird häufig in Paarbeziehungen sowie bei der Selbsterkundung mit Hilfsmitteln eingesetzt.
In der Praxis setzt sich die obenliegende Person zunächst rittlings über ihren Partner, mit dem Gesicht von ihm weg, führt die Penetration sorgfältig herbei und beginnt dann, sich zu bewegen. Zu den Bewegungsoptionen gehören Vor- und Zurückwiegen, Auf-und-ab-Bewegungen oder eine Kombination aus beidem. Weil die obenliegende Person vom Partner weg schaut, verändert sich die visuelle und körperliche Dynamik deutlich. Die untenliegende Person hat freie Sicht auf Rücken, Hüften und Gesäß der obenliegenden Person und kann diese Bereiche frei mit den Händen berühren.
Der Penetrationswinkel bei Reverse Cowgirl richtet die Stimulation tendenziell auf die vordere Wand des Vaginalkanals, was manche als intensiver angenehm empfinden. Für die penetrierende Person wird die Empfindung im Vergleich zum normalen Cowgirl oft als enger oder anders gewinkelt beschrieben, bedingt durch die natürliche Körperkrümmung in diese Richtung.
Manche genießen das Gefühl von Unabhängigkeit und Kontrolle, das die obenliegende Person in dieser Position hat, während andere von der besonderen Ästhetik angezogen werden, die sie erzeugt. Häufige Variationen sind, sich nach vorne in Richtung der Füße der untenliegenden Person zu lehnen (manchmal "liegender" Reverse Cowgirl genannt), was den Winkel weiter verändert, oder dass sich die untenliegende Person teilweise aufsetzt für näheren Körperkontakt. Kissen unter den Hüften der untenliegenden Person können helfen, den Winkel für Komfort und Empfindung anzupassen. Die Position ist über ein breites Spektrum an Beziehungsformen und Körpertypen hinweg beliebt, wobei manche körperlichen Einschränkungen eine Anpassung erfordern können.
Bei dieser Position ist auf den Winkel der Penetration zu achten, da ein abrupter oder ungewohnter Winkel zu Schmerzen oder im Extremfall zu Verletzungen führen kann. Offene Kommunikation über Tempo und Druck ist wichtig. Die unten liegende Person sollte bei Unbehagen sofort Rückmeldung geben. Ausreichend Gleitgel reduziert Reibung und erhöht den Komfort. Menschen mit Knie- oder Hüftproblemen sollten die Position anpassen oder Kissen zur Unterstützung nutzen.
Ja, der Penetrationswinkel verändert sich deutlich, wenn die obenliegende Person vom Partner weg schaut. Das stimuliert tendenziell direkter die vordere Wand des Vaginalkanals und erzeugt eine andere Empfindung entlang des Penis oder Strap-ons. Viele, die eine der beiden Positionen mögen, haben eine klare Präferenz zwischen den beiden.
Es gibt ein reales, wenn auch seltenes Verletzungsrisiko für den Penis, wenn die obenliegende Person abrutscht oder ihr Gewicht in einem ungünstigen Winkel fallen lässt. Die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen sind, sich kontrolliert zu bewegen, gut zu kommunizieren und dass die obenliegende Person eine stabile Basis hält. Sofort aufzuhören, wenn einer der Partner scharfes Unbehagen spürt, ist wichtig.
Die obenliegende Person kann die Hände auf die Oberschenkel, Schienbeine oder die Matratze neben den Beinen des Partners stützen. Manchen hilft es, zu knien statt zu hocken, was den Schwerpunkt senkt und die Ermüdung reduziert. Eine feste Matratze oder eine unterstützende Unterlage macht das Balancieren merklich einfacher.
Ja, die Position lässt sich gut auf Strap-on-Nutzung übertragen. Die Mechanik ist im Grunde dieselbe, allerdings sollte die tragende Person sicherstellen, dass der Harness fest sitzt, bevor die obenliegende Person zu bewegen beginnt, um ein Verrutschen des Geräts zu verhindern.
Partner können die Verbindung durch verbale Kommunikation, Stöhnen oder das Beschreiben dessen, was sich gut anfühlt, aufrechterhalten. Einen Spiegel so aufzustellen, dass sich beide sehen können, ist eine praktische Option. Auch die Hände der untenliegenden Person sind frei, um durchgehend Hüften, unteren Rücken und Oberschenkel der obenliegenden Person zu berühren.
Kleine Anpassungen bewirken viel. Die obenliegende Person kann sich leicht nach vorne oder hinten lehnen, um den Winkel zu verschieben, und ein Kissen unter den Hüften der untenliegenden Person kann den Eintrittspunkt anheben oder verändern. Wenn das Unbehagen trotz Anpassungen bestehen bleibt, ist ein Wechsel zu einer anderen Position immer eine vernünftige Wahl.
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