Drone ist eine Form des Rollenspiels und der Identitätsfantasie, bei der eine Person vorübergehend ihre individuelle Persönlichkeit ablegt und sich als anonyme, funktionale Einheit, also als 'Drohne' oder Maschine, begreift. Typische Elemente sind das Tragen von eng anliegenden Latex- oder Spandex-Ganzkörperanzügen, Masken oder Helmen, die Gesichtszüge verbergen, sowie das Annehmen einer programmierten, gehorsamen Haltung. Die Person verzichtet dabei bewusst auf individuelle Entscheidungen und folgt Anweisungen, als wäre sie ein mechanisches Gerät. Drone-Play kann als Unterform von Pet Play, Objektifizierung oder BDSM-Powerdynamiken eingeordnet werden, muss aber nicht zwingend sexuellen Charakter haben. Manche Personen erleben es als Form der Entspannung oder des Stressabbaus, weil das Ablegen der eigenen Identität einen Zustand des Loslassens erzeugt, der dem Subspace ähnelt. Es gibt aktive (kontrollierende) und passive (empfangende) Rollen, die individuell oder in Gruppen ausgefüllt werden können.
Vor dem Drone-Play ist ein ausführliches Gespräch über Grenzen, Safewords und den Umfang der Identitätsaufgabe notwendig. Da Masken und Ganzkörperanzüge die Atmung einschränken können, sollte auf ausreichende Belüftung und regelmäßige Pausen geachtet werden. Wärmeentwicklung unter Latex oder Spandex kann zu Überhitzung führen. Emotional wichtig ist eine klare Vereinbarung darüber, wann und wie die Szene beendet wird, sowie ein Aftercare-Plan, um nach dem tiefen Identitätsverlust wieder in die Alltagspersönlichkeit zurückzufinden.
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