Elektrostimulation (auch E-Stim oder Elektrosex genannt) bezeichnet den gezielten Einsatz von elektrischen Impulsen zur Stimulation von Nerven und Muskeln am Körper, mit dem Ziel, Empfindungen wie Kribbeln, Wärme, Vibration oder Muskelzuckungen zu erzeugen. Diese Empfindungen können von leicht prickelnd bis intensiv reichen, je nach verwendetem Gerät und Intensitätsstufe. Eingesetzt werden dafür speziell entwickelte Geräte wie TENS-Geräte (transkutane elektrische Nervenstimulation), die ursprünglich aus der Schmerztherapie stammen, sowie dedizierte Erotikgeräte wie der Erostek oder das Violet Wand. Die elektrischen Impulse werden über Elektroden, Pads, Klemmen oder spezielle Aufsätze auf die Haut gebracht. Elektrostimulation kann allein oder mit einer Partnerperson praktiziert werden und lässt sich mit anderen Praktiken wie Bondage oder Sensory Play kombinieren. Das Erleben variiert stark von Person zu Person: Manche erleben es als entspannend oder meditativ, andere als intensiv und aufregend. Die Praxis ist auf den äußeren Körper ausgerichtet und erfordert klare Kenntnisse über sichere Körperzonen und geeignete Geräte.
Bestimmte Körperbereiche sind für Elektrostimulation absolut tabu: Kopf, Hals, Brust (Herzbereich) und bei Personen mit Herzschrittmachern oder Epilepsie ist die Praxis grundsätzlich zu vermeiden. Nur für erotische Zwecke zugelassene oder gut dokumentierte Geräte verwenden. Selbstgebaute Vorrichtungen sind gefährlich. Vor der Session klare Absprachen über Intensität, Stoppsignale und Grenzen treffen. Die Haut sollte frei von Wunden oder Entzündungen sein. Beim ersten Ausprobieren immer mit der niedrigsten Intensität beginnen und langsam steigern.
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