Nekrophilie als Rollenspiel bezeichnet eine Fantasie oder inszenierte Szene, in der eine Person die Rolle einer leblosen, bewegungslosen oder 'toten' Figur einnimmt, während die andere Person entsprechend agiert. Im Kontext von einvernehmlichem Rollenspiel geht es ausschließlich um Simulation und Imagination zwischen lebenden, zustimmenden Erwachsenen. Die Person in der passiven Rolle täuscht völlige Reglosigkeit, Bewusstlosigkeit oder Leblosigkeit vor, was bei der aktiven Person eine bestimmte erotische Reaktion auslösen kann. Die Anziehungskraft kann mit Kontrolldynamiken, Ohnmachtsfantasien, dem Reiz des Verbotenen oder einer spezifischen Form von Machtgefälle zusammenhängen. Dieses Rollenspiel ist eine rein fiktive Darstellung und hat keine Verbindung zu realen Handlungen. Es gehört in die breitere Kategorie der CNC-ähnlichen (Consensual Non-Consent) oder Ohnmachts-Rollenspiele und wird von Paaren praktiziert, die gemeinsam eine klare Szenenstruktur, Absprachen und Sicherheitsmechanismen etablieren.
Da die passive Person reglos bleibt, ist eine vorherige, sehr genaue Absprache zwingend notwendig: klare Grenzen, ein vereinbartes Stoppsignal (zum Beispiel ein Klopfzeichen statt eines Safewords), und festgelegte Dauer der Szene. Die aktive Person trägt Verantwortung dafür, das Wohlbefinden der passiven Person im Blick zu behalten. Emotionale Nachbesprechung (Aftercare) ist besonders wichtig, da die Szene für beide Seiten intensive Gefühle auslösen kann. Körperliche Risiken wie eingeschränkte Bewegungsfreiheit oder unbequeme Positionen sollten bedacht werden.
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